In zugeklebten Pappkartons: Mehr als 20 Katzen an Bremer Friedhof ausgesetzt
In Bremen sind an einem Friedhof rund zwei Dutzend Katzen ausgesetzt worden. Insgesamt 20 neugeborene Jungtiere und drei ausgewachsene Katzen seien in zwei zugeklebten Pappkartons zurückgelassen worden, teilte die Polizei in der Hansestadt am Donnerstag mit. Ein Zeuge hörte demnach "leises Miauen" aus den Behältnissen, es folgte ein Polizeieinsatz. Wer die Tiere am Friedhofseingang abgestellt hatte, war unklar. Ermittlungen liefen.
Nach Polizeiangaben wurden die Katzen am Mittwoch entdeckt. In den mit Paketband verschlossenen Kartons befanden sich nur wenige Luftlöcher, in einem auch etwas Katzenfutter. Beim vorsichtigen Öffnen der Kartons entkam ein Tier, vermutlich ein ausgewachsenes. Die übrigen 22 Katzen seien auf einem Polizeirevier "erstversorgt" und in ein Tierheim gebracht worden, hieß es.
Mit Chips markiert war keine der Katzen. "Hinweise auf die bislang unbekannten Verantwortlichen liegen derzeit noch nicht vor", erklärten die Beamten. Es sei eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gefertigt worden. Unterstützung kam demnach von hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürgern, die Futterrationen spendeten. Auch diese wurden dem Tierheim übergeben.
A.H.Hoffmann--VZ