Brüder wegen mutmaßlichen Rachemords in Berlin vor Gericht
Wegen eines mutmaßlichen Rachemords hat die Staatsanwaltschaft Berlin drei Brüder angeklagt. Den Männern im Alter von 23, 25 und 32 Jahren wird vorgeworfen, einen 44-jährigen Mann im Ortsteil Weißensee erschossen zu haben, wie die Anklagebehörde am Mittwoch mitteilte. Motiv soll die Tötung ihres Cousins gewesen sein, der am 19. Juli 2025 vor einem Café in Berlin-Wedding erstochen wurde.
Am 31. Januar 2026 sollen der 25-Jährige und der 32-Jährige den 44-Jährigen vor seinem Haus in Berlin-Weißensee abgepasst haben. Als er gerade in seinen Transporter gestiegen war, erschossen sie ihn laut Anklage durch das Fenster. Er starb noch vor Ort.
Anschließend flohen sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Tatort und versuchten, das Fluchtfahrzeug mit Benzin anzuzünden, um Spuren der Tat zu vernichten. Da das Feuer jedoch erlosch, kehrten der 32-Jährige und der 23-Jährige am nächsten Tag zurück und legten erneut ein Feuer. Diesmal brannte das Fahrzeug vollständig aus.
Die Männer wurden im Frühjahr 2026 an unterschiedlichen Orten festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Ihnen werden gemeinschaftlicher heimtückischer Mord aus niedrigen Beweggründen, Verstoß gegen das Waffengesetz beziehungsweise Brandstiftung vorgeworfen. Die Ermittlungen zur Tötung des 31 Jahre alten Cousins laufen den Angaben zufolge noch.
F.Braun--VZ