Vegetationsbrände in England - Häuser zerstört und Menschen evakuiert
Bei mehreren Wald- und Vegetationsbränden in England sind Häuser zerstört und Menschen in Sicherheit gebracht worden. Besonders schwer betroffen war die Stadt Stourbridge südwestlich von Birmingham, wo mindestens sechs Gebäude von den Flammen erfasst wurden. Wie der britische Feuerwehrverband NFCC am Freitag mitteilte, kamen drei Feuerwehrleute nach ihrem Einsatz ins Krankenhaus, mehrere Menschen wurden wegen des Einatmens von Rauch behandelt.
Die Brände hatten sich am Donnerstag, dem bislang heißesten Tag des Jahres in Großbritannien, rasch ausgebreitet. Am Freitag erklärte die Feuerwehr der Region West Midlands, sie mache Fortschritte bei der Bekämpfung der Flammen. Das Feuer habe mehrere Ausgangspunkte gehabt. Einige Brände seien vorsätzlich auf Grasflächen gelegt worden und hätten anschließend auf andere Gebiete übergegriffen.
Feuerwehrchef Simon Tuhill sprach von einem der aufwendigsten Einsätze in der Geschichte der Feuerwehr der West Midlands. Die völlig ausgetrocknete Vegetation habe die schnelle Ausbreitung der Flammen begünstigt, die Zerstörungen seien erheblich.
Nach wochenlanger Hitze und geringen Niederschlägen herrscht inzwischen in fast drei Vierteln Englands Dürre. Der NFCC-Vorsitzende Phil Garrigan erklärte, die Einsatzkräfte stünden landesweit wegen der zahlreichen Brände unter erheblichem Druck.
Bereits Ende Juli hatten mehr als hundert Feuerwehrleute mehrere Waldbrände nahe der englischen Ostküste bekämpft. Dabei wurden rund hundert Hektar Land zerstört. Auch in Schottland vernichteten Brände große Moorflächen.
A.Schuster--VZ