Mindestens ein Toter bei heftigen Regenfällen auf Galápagosinseln
Auf den Galápagosinseln ist mindestens ein Mensch bei starken Regenfällen ums Leben gekommen. Der Tod eines Bewohners sei bestätigt, und zwei weitere würden vermisst, erklärten die Behörden auf der zu Ecuador gehörenden Inselgruppe am Samstag (Ortszeit). 2000 Familien auf der Insel Santa Cruz seien von den Fluten betroffen. Die Regenfälle hatten am Freitagnachmittag eingesetzt.
Auf Bildern örtlicher Medien und von Rettungsdiensten war zu sehen, wie Bewohner der Insel Santa Cruz Haushaltsgeräte in Sicherheit brachten, während ihnen das Wasser bis zu den Knien stand. "Wir haben nie damit gerechnet, dass so etwas hier passieren könnte", sagte die Bürgermeisterin von Santa Cruz, Fanny Uribe. "So etwas hat es hier noch nie gegeben."
Der ecuadorianische Verkehrsminister Roberto Luque teilte im Onlinedienst X mit, dass drei Menschen zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden seien. Ihm zufolge wurde der Flughafen von Baltra auf der gleichnamigen Insel zwischenzeitlich "für kommerzielle Flüge" geschlossen.
Auf den Galápagosinseln leben rund 28.500 Menschen, verteilt auf vier Inseln. Fachleuten zufolge stehen die heftigen Regenfälle im Zusammenhang mit dem Klimaphänomen El Niño, das für einen Anstieg der Oberflächentemperatur des Pazifiks sorgt, was wiederum Extremwetterereignisse zur Folge hat.
W.Abeln--VZ