Ukrainischer Botschafter: Deutschland hat bei Unterstützung Führungsrolle übernommen
Kurz vor dem vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine hat der ukrainische Botschafter in Deutschland die deutsche Rolle bei der Unterstützung seines Landes gewürdigt. Deutschland habe "die Führungsrolle übernommen, was militärische und wirtschaftliche Unterstützung angeht, und das ist sehr wichtig", sagte Oleksii Makeiev am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Es sei "angekommen, dass dieser Krieg nicht nur die Ukraine bedroht, sondern ganz Europa".
Russische Raketen und Drohnen könnten bis nach Polen kommen. "Die können auch weiter fliegen", sagte Makeiev. "Da ist es natürlich sehr wichtig, dass man gemeinsam dagegen kämpft." Es sei "wichtig, dass wir Europäer zusammen gegen russische Aggression und gegen russische Gefahr stehen und handeln".
Der Botschafter verwies darauf, dass die Ukraine auch Deutschland helfen wolle. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz war vereinbart worden, dass ukrainische Militärausbilder das deutsche Heer bei der Ausbildung unterstützen sollen. "Unsere Erfahrungen aus dieser Kriegsführung sind absolut einmalig und das stellen wir sehr gern zur Verfügung", sagte Makeiev.
Er betonte, dass sein Land bereit sei zu Friedensverhandlungen, "aber Moskau und Russland zeigen sich überhaupt nicht bereit und spielen auf Zeit." Russland müsse "zu diesem Frieden gezwungen werden, zum Verhandlungstisch". Mit wirtschaftlichen Sanktionen, mehr militärischen Hilfen, mit dem Abfangen "von russischen tödlichen Raketen und Drohnen über unserem Territorium können die Europäer und kann auch Deutschland uns helfen".
Der Beginn des russischen Überfalls auf die gesamte Ukraine jährt sich am Dienstag zum vierten Mal. In der Nacht zu Montag wurden bei einer russischen Angriffswelle auf mehrere ukrainische Regionen mindestens drei Menschen getötet. Am Sonntag waren bei massiven Angriffen auf das Land ein Mensch getötet und mehr als ein Dutzend weitere verletzt worden.
P.Schulz--VZ