NFL: Patriots erstmals seit Brady-Ära im Super Bowl
Die New England Patriots sind erstmals seit dem Ende der Tom-Brady-Ära wieder in den Super Bowl eingezogen. In einem von den Defensiven dominierten Partie gewannen die Patriots mit Spielmacher Drake Maye bei den Denver Broncos um Ersatz-Quarterback Jarrett Stidham mit 10:7 - und sicherten sich damit die Krone der American Football Conference (AFC).
Zuletzt hatten die Patriots 2019 im Super Bowl gestanden - und dort auch ihren sechsten Titel gewonnen. Sollten sie Nummer sieben folgen lassen, wäre es der erste ohne Brady. Denver muss dagegen weiter auf den nächsten Super-Bowl-Einzug seit dem Titelgewinn 2016 warten.
Im eisigen Denver benötigten die offensiv nicht überzeugenden Patriots einen Fehler von Stidham, um ins Spiel zu kommen. Dem Broncos-Quarterback, der seine NFL-Karriere 2019 bei New England begonnen hatte und am Sonntag den verletzten Bo Nix (Knöchelbruch) vertrat, unterlief nach seinem frühen Touchdown-Pass auf Courtland Sutton zur Führung im zweiten Viertel ein fataler Ballverlust.
In seinem erst fünften NFL-Spiel als Starter ließ er sich den Ball tief in der eigenen Hälfte aus der Hand schlagen. Sein Konterpart Maye, der sich an der stabilen Broncos-Defense über weite Strecken die Zähne ausbiss und im gesamten Spiel nur für 86 Yards warf, münzte den Fumble kurz darauf mit einem Lauf in die Endzone in den Ausgleich um.
Beide Offensiven taten sich anschließend weiter extrem schwer - und auch die Kicker zollten dem einsetzenden Schneetreiben Tribut. Sowohl Denvers Will Lutz als auch New Englands Andrés Borregales schossen je zwei Field-Goal-Versuche daneben.
Einen Versuch setzte Borregales kurz nach der Halbzeitpause aber am Ende entscheidend zum 10:7 durch die Stangen. Ein letztes Aufbäumen der Broncos endete 54 Sekunden vor Schluss in einer Interception von Stidham.
F.Schneider--VZ