Seider und Grubauer stoßen zum DEB-Team - Draisaitl sagt ab
Eishockeystar Leon Draisaitl wird nach der Olympia-Enttäuschung nicht an der Weltmeisterschaft in der Schweiz teilnehmen, Verteidiger Moritz Seider und Torhüter Philipp Grubauer stehen dagegen vor dem Comeback. Das bestätigte Christian Künast, Sportvorstand beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB), dem Fachmagazin Eishockey News am Samstag vor dem Testspiel gegen Österreich (17 Uhr/MagentaSport) in Garmisch-Partenkirchen.
Laut Künast sollen die NHL-Profis Seider (Detroit) und Grubauer (Seattle), die mit ihren Mannschaften die Playoffs verpasst haben, zur vierten Phase der Vorbereitung auf die WM (15. bis 31. Mai) mit der Generalprobe gegen Olympiasieger und Titelverteidiger USA (10. Mai, 17 Uhr) zur DEB-Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis stoßen.
"Er ist ab Mittwoch bei uns dabei, und dann schauen wir einfach von Tag zu Tag. Das Ziel ist, dass er das Spiel gegen die USA macht und dann nach dem Spiel grünes Licht für die WM gibt", sagte Künast über Seider, der noch angeschlagen ist und in Mannheim seine Reha macht. Bei der WM im vergangenen Jahr hatte der 25-Jährige die Mannschaft als Kapitän aufs Eis geführt.
Grubauer sei "ein Vorzeigespieler und ein sehr, sehr guter Teamplayer, der auch den anderen Spielern sehr viel gibt", sagte Künast. Auch der Goalie hatte im Hauptrunden-Endspurt mit einer Verletzung zu kämpfen.
Draisaitl war nicht vollends fit in die Playoffs gegangen, dort dann mit den Edmonton Oilers in Runde eins gescheitert. Die Knieverletzung, die sich der Stürmer Mitte März zugezogen hatte, scheint noch nicht verheilt zu sein. Auch die Chancen einer Teilnahme der ebenfalls ausgeschiedenen Tim Stützle (Ottawa Senators) und John-Jason Peterka (Utah Mammoth) sind aufgrund körperlicher Beschwerden gesunken.
Draisaitls Teamkollege Josh Samanski könnte nach "guten Gesprächen" (Künast) noch zur deutschen Mannschaft stoßen. Verteidiger Maksymilian Szuber, der zuletzt dreimal bei der WM dabei war, bei Olympia aber nicht von Kreis berücksichtigt worden war, hat aufgrund seines auslaufenden Vertrags in der NHL-Organisation in Utah abgesagt. Ob Lukas Reichel (Boston Bruins) nach dem Playoff-Aus nachreist, oder ob er in die AHL geschickt wird, ist noch nicht entschieden.
P.Schulz--VZ