Klopp wies Kimmich ab: "Er hat ein paarmal nachgefragt"
Joshua Kimmich hat den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp mehrfach darum gebeten, auch beim dritten und vierten Spiel des ungewöhnlich langen Länderspielfensters dabei sein zu dürfen - vergeblich. "Er hat tatsächlich ein paar Mal nachgefragt", sagte Klopp bei BR24Sport: "Aber da kann ich Jo sagen, je öfter man fragt, desto weniger wahrscheinlich bekommt man das, was man will."
Der Nationalmannschaftskapitän gehört zum größeren Teil des ersten Kaders, den Klopp nach den Nations-League-Spielen in den Niederlanden (1:1) und gegen Griechenland (0:1) nach Hause schickte. Nur der inzwischen verletzte Nico Schlotterbeck, Finn Dahmen, Philipp Treu, Yannik Engelhardt, Bambasé Conté und Serge Gnabry durften bleiben. Sie ergänzen den zweiten Kader, der es am Abend mit Serbien (20.45 Uhr/ZDF) und am Sonntag erneut mit Griechenland aufnimmt.
Mit der Leistung hat Kimmichs Nicht-Berücksichtigung allerdings nichts zu tun. "Er hat einen großartigen Eindruck gemacht und ist ein toller Kapitän", sagte Klopp. "Es ist alles gut. Aber wir wollten jetzt diesen Schnitt machen." Er wolle die jungen Spieler "auch mal sehen, wenn die Platzhirsche nicht da sind".
Die Nationalmannschaft müsse "auf alle Eventualitäten vorbereitet sein", er wolle "allen die Plattform geben, die sie verdienen", betonte Klopp. "Deshalb hat die Familie Kimmich jetzt Familienurlaub. Ich hoffe, er macht den auch, um ehrlich zu sein." Kimmich hatte auch öffentlich erklärt, er wäre "gerne geblieben".
P.Stein--VZ